Die Höhepunkte (die nicht schon in anderen Posts abgehandelt wurden ;-)):
- Dancing in the harbour
- Das Interview
- Die Werksführung
- Der Test
- Die Abschiedsparty
Die Tiefpunkte
- Der Abschied
Und los gehts!
Dancing in the harbour
Montagabend – nach dem Film, Roberts genialem DJing und der Fertigstellung des Plakats – “entschieden” wir uns, noch ins kikötő zu gehen. “Entschieden” deswegen, weil das immer in etwa so ablief:Ich: Ich glaub ich geh heute mal früh (2:00…) ins Bett.
Mindestens einer der ungarischen Betreuer: Nein, wir gehen doch noch ins kikötő!
Ich: Doch, doch, heute wirklich.
B: Ach quatsch, du kommst mit.
Ich: Ok, überzeugt.
(Und so ging es ca. der Hälfte der Gruppe ^^)
Wir machten uns also auf den Weg und kamen nach ner Viertelstunde im kikötő an, das natürlich leer war
Es kommt tatsächlich beim Feiern nicht auf die Anzahl der Leute an, sondern nur auf ihre Stimmung.
| Everybody move... |
| ganz sympathisch, oder? :D |
Das Interview
Die Vorgeschichte: Am Mittwoch oder Donnerstag in Woche 1 kam Kulcsi (sprich: [kultschi]), eine der festen Mitarbeiterinnen der Sommeruniversität, in der Mittagspause auf mich zu und sagte: “Marcus, der lokale Radiosender sucht einen ausländischen Studenten der Sommeruniversität für ein Interview. Würdest du das machen?”Ich war erst mal total perplex und erbat mir etwas Bedenkzeit – doch je mehr ich während des Unterrichts darüber nachdachte, desto klarer wurde: “Ich machs!” :-)
Hallo? Wann bekommt man schon mal die Chance, ein Interview zu geben? (Ok, Martin mal ausgenommen ^^) Und auch noch auf Ungarisch?
Also, gesagt, getan: Nach dem Unterricht sagte ich Kulcsi Bescheid, dass sie mich für das Interview einplanen könne. Also hatte ich ab jetzt einen Termin: Dienstag in der zweiten Woche sollte ich um 18:30 in den Sender kommen. Einer der Studenten (wie sich später rausstellte Ádám) sollte mich dort hin begleiten.
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| Ádám |
Aber zum Glück war der Moderator Szabó Laci super nett und bereitete mich gleich ein bisschen auf unser “on air”-Gespräch vor, indem er mir ähnliche Fragen stellte, wie ich sie dann auch während unseres live Gespräches beantworten musste. Das einzige Problem war, dass er die Fragen on air zieeeeemilch kompliziert stellte, so dass ich ihn bei manchen Fragen mit großen Augen anschaute woraufhin er schnell weitersprach, um die Frage noch etwas zu erläutern. ^^
Im Nachhinein sagte mir Ádám auch, dass ich auf eine der Fragen einfach mit einer anderen Antwort geantwortet hätte, als eigentlich gefragt worden war. Aber ihr könnt euch ja selbst ein Bild machen, denn das Interview könnt ihr hier nachhören:
Originallink zur Seite des Radiosenders: http://www.frissradio.hu/mediatar/#playDiv_1202 - "Véget ért a Nyári Egyetem"
Und hier des Komforts wegen als eingebettetes Video:
(wenn ich später etwas Zeit habe, werde ich mal versuchen, deutsche Untertitel dafür zu schreiben
Unglaublich, dass das Interview nur fünf Minuten lang ist - mir kam es vor wie eine halbe Stunde...)
EDIT: Die Untertitel sind fertig und können beim Video auf YouTube ausgewählt werden. (Alternativ kann das Video auch hier mit Untertiteln angeschaut werden.
Natürlich war ich nach dem überstandenen Interview stolz wie Oskar, als ich zurück zu den anderen zum folkór est Nr. 2 kam – geil, ein Interview auf Ungarisch überstanden, das ziemlich gut lief – wirklich ein unglaubliches Gefühl.
| Poser... |
Die Werksführung
Nachdem ich ja schließlich mit einem Stipendium der FAG Magyarország Ipari Kft. in Debrecen war, ließ sich die Firma nicht nehmen, mich auch ins Werk einzuladen. Das geschah erst mal ganz cool mittels Termineinladung per E-Mail gleich in der ersten Woche mit den Worten:Sehr geehrte Herr Mangelsdorf, anbei schicke ich die Einladung für eine Vorstellung-Besprechung mit Herr Péter Szabó.Ich natürlich erst mal so: cooooool, Vorstellungsgespräch mit dem Geschäftsführer!
Nach einigen Hindernissen bezüglich der Fahrt zum Termin (die Firma ist ziemlich weit außerhalb gelegen), wurde der Termin dann jedoch leider abgesagt – aber ich blieb hartnäckig und äußerte meinen Wunsch, die Firma kennenzulernen, noch mal gegenüber meinem Sommeruniversitätsansprechpartner András – und er schaffte es dann tatsächlich zu organisieren, dass ich am nächsten Donnerstag (nach unserem Abschlusstest) vom Chef der Sommeruniversität höchstpersönlich zu FAG gefahren wurde, dort dem Geschäftsführer die Hand schütteln durfte und eine ausführliche Werksführung (auf Ungarisch
Es war jedenfalls ein toller Ausflug und das Werk machte einen ziemlich interessanten Eindruck, sehr gut organisiert und mit (wenn ich mich richtig erinnere) 1500 Mitarbeitern auch nicht gerade klein. Einzig die Arbeitsbedingungen der einfachen Arbeiter, die im Sommer an den Maschinen teilweise bis zu 50°C ausgesetzt sind, gaben einem sehr zu denken.
Der Test
Vor der Werksführung galt es am Donnerstag allerdings noch, unsere Ungarischkenntnisse unter Beweis zu stellen. Nach der Mittagspause (also um 14:00) sollte der mit anderthalb Stunden veranschlagte Test stattfinden. Wir wurden in zwei Gruppen aufgeteilt und nahmen jeweils in einem großen Saal in einem der oberen Geschosse des riesigen Uni-Hauptbaus Platz. Da die Tests natürlich auf das Niveau der jeweiligen Unterrichtsgruppe abgestimmt waren, wurden die Tests gruppenweise verteilt, was uns noch ein bisschen Zeit für gegenseitige Glückwünsche und “schön groß schreiben”-Anweisungen gabNach erfolgter Verteilprozedur wurde es mucksmäuschenstill und die erste große Unterbrechung kam erst, als nach etwa 20 Minuten jemand schon seinen Test abgab – dem Anschein nach nicht leer, sondern vollständig ausgefüllt – RÄÄSCHBECKT!
Die meisten anderen brauchten zwischen 50 und 80 Minuten – und da reihte ich mich auch ungefähr ein. Noch schnell zwei mal Korrektur gelesen und dann mit einem sehr guten Gefühl abgegeben.
Das bestätigte sich dann auch am Abend, als mir eine der Lehrerinnen, die den Test korrigiert hatten, verriet, dass ich kiváló (hervorragend, also >90%) abgeschnitten hatte
Insgesamt hatte ich es sogar auf 96% geschafft.
| Jippiieee! :-))) |
Die Abschiedsparty
Oder vielleicht sollte ich besser schreiben: Der Ball.Die Abschiedsparty war ein wirklich festliches Event. Alle Sommerkursteilnehmer hatten ihre besten Klamotten rausgekramt und machten sich wirklich schick für den festlichen Anlass. Am Anfang des Abends gab es dann auch die obligatorische Rede (auf Ungarisch) sowie eine Gesangseinlage der Siegerin (?) von Ungarn sucht den Superstar (oder so). Der Zeitpunkt für das Konzert war allerdings etwas unglücklich gewählt, da die Dame ihre (mindestens fünf) Lieder vor dem Essen zum Besten gab – und wir hatten alle tierischen Kohldampf, sodass wir ihre Darbietung leider nicht sehr zu würdigen wussten. Tomaten/faule Eier/faule Babys hatten wir aber zum Glück keine dabei
Nach dem Essen schickte sich die ganze Party zunächst etwas gemütlich an, da das Licht noch voll an war und nicht so richtig Tanzstimmung aufkommen wollte. Auf Initiative von Ádám hin wurde dann aber das Licht gedimmt, der DJ drehte lauter auf und schwupps – da war die Party!
Wir genossen natürlich unseren letzten Abend zusammen und tanzten, was das Zeug hielt! Ab halb zwölf spielte der DJ dann vor allem Lieder für die anwesenden Ungarn, was aber super war, da die alle mitsingen konnten und die Stimmung einfach super war!
Ich forderte währenddessen die Damen, von denen ich wusste, dass sie tanzen können zum Tanzen auf und die eine oder andere folgte meiner Einladung auch (mehrmals) – war richtig super!
Am meisten hat mich allerdings die Hauptlehrerin (sie war die 3 Stunden vormittags für uns zuständig) meines Kurses überrascht: Eszter tanzte mindestens bis 2:00 mit auf der Party und überstand viele der viel jüngeren Teilnehmer. Aber nun genug der Worte, ich lasse einfach die Bilder sprechen:
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| In diesem wunderschönen Gebäude fand die Feier statt |
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| Auch von innen einzigartig! |
| Eszter!!! :D |
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| Rocio (links hinten), Kristýna, ich, Luky und Elisabeth (rechts hinten) |
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| Meine tschechischen Mädels :-) (Kristýna und Barbora) |
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| Showtime!!! :D (Wang, Koichiro und Luky als Backgroundsänger) |
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| Wang und ich |
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| Keine weiteren Fotos!!! |
Der Abschied
Natürlich folgte nach der Abschiedsparty (und ein paar Stunden Schlaf…) das, was wir alle gerne noch ein paar Wochen hinausgezögert hätten. Wir mussten unsere Koffer packen, durften ein letztes Mal das leckere Frühstück genießen, uns von Zoli (dem kompetenten Kaffeebereiter, der für uns jeden Morgen die Kaffeemaschine bediente und wartete) verabschieden, die Zimmer räumen und uns voneinander verabschieden.Das Frühstück war dabei so früh (7:30 bis 8:30), dass ich ernsthaft überlegte, gleich am Anfang hinzugehen und mich danach wieder hinzulegen, bis wir die Zimmer räumen mussten (10:00).
Natürlich habe ich die Zeit dann einfach zum Koffer packen und Verabschieden genutzt, was sich beides als gar nicht so leicht herausstellte. Klar wusste ich, dass ich eine Peitsche (ihr erinnert euch
Aber zurück zum Abschied. :-(
Dieser gestaltete sich nämlich auch nicht so leicht. Dadurch, dass wir alle zum Packen in unseren Zimmern verschwunden waren, konnte ich mich von ein paar meiner neu gewonnen Freunde gar nicht richtig verabschieden, sondern musste mich mit nachträglichen Facebook-Nachrichten zufrieden geben. Aber der Kontakt besteht weiter und ich bin ja inzwischen nicht mehr sooo selten in Ungarn
Trotzdem war das natürlich ein ziemlich emotionaler Moment, vor allem für die Teilnehmer, die die ganzen vier Wochen über da waren. Sie hatten nämlich noch mehr Zeit, Debrecen vermissen zu lernen :-/
Aber natürlich bleiben uns allen die guten Erinnerungen, Bilder und der Fortschritt in unseren Ungarischkenntnissen erhalten. Ich war daher nicht der einzige, der sich fest vorgenommen hat, nächstes Jahr wieder vor Ort zu sein!
Wünscht mir also viel Glück bei den Bewerbungen für ein Stipendium!!!
Zur Not hab ich aber auch schon einen Plan B in der Hinterhand – sollte ich nicht als Teilnehmer nach Debrecen kommen können, gehe ich einfach als Mitarbeiter.
Danke euch allen fürs fleißige Lesen!
(Der nächste Post wird euch mitnehmen in eine Welt von vor hundert Jahren... – und auf eine hammermäßige Party! ^^)







