Montag, 19. Dezember 2011

Es gibt immer noch einiges aufzuholen :-)

So, wir machen weiter in unserer Reihe: "Marcus war zu faul zum Schreiben und holt das jetzt nach" (bitte auch den Post vom 17.12. beachten))


Wochenende 2
26. und 27.11. - Szeged!

Dieses Wochenende habe ich die Hauptorganisation übernommen und uns einen Ausflug nach Szeged inklusive Stadtführung und Abendevent organisiert *eigeneSchulterklopf*.

Das kam so: Eine ungarische Praktikantenkollegin (Zsuzsanna) kommt selbst aus Szeged und hat uns immer vorgeschwärmt, wie schön die Stadt ist und uns im gleichen Atemzug natürlich ganz Ungarn-like auch sofort dorthin eingeladen. Also haben wir ein für alle Parteien passendes Wochenende gesucht, ne Partycrowd zusammengestellt und mit der Planung angefangen. Im Gespräch mit einer unserer Rezeptionistinnen (note-to-self: die muss ich hier auch mal noch alle drei vorstellen :-)), nämlich Gabi, kam dann raus, dass sie in Szeged studiert und bereit wäre, uns die Stadt mal zu zeigen - super: schon hatten wir unsere zwei Fremdenführerinnen! :D

Also machten wir uns am Samstag gegen Mittag auf den Weg nach Szeged - natürlich wie immer mit dem Zug - was aber auch bei den Entfernungen echt kein Problem ist. Nach etwa einer Stunde Fahrt kamen wir also in Szeged an und trafen uns mit Gabi, die an diesem Tag morgens eine ihrer zweiwöchentlichen Fernstudiumsvorlesungen hatte. Nach dem ersten Beschnuppern (ich war ja der einzige, der Gabi bisher kannte) führte sie uns zu unserem Wohnheim (= kollégium - Zsuzsi hatte uns Zimmer organisiert - echt klasse!) und half uns beim Einchecken.

Wirklich bemerkenswert war bis dahin vor allem unser durch Peter angestifteter Kaffeekonsum - am Bahnhof Kecskemét gabs den ersten, dann beim Aussteigen in Szeged wieder und dann noch mal mindestens zwei im Wohnheim - Mann waren wir danach wach ^^
Cool fanden wir auch eins der Plakate am Schwarzen Brett. Dort wurde für einen studentischen Getränkeservice geworben, bei dem man sich das Bier (und den Pálinka ;-)) für ne Party aufs Zimmer bestellen konnte ^^

der Rezeptionsbereich - extrem gemütlich
(im Hintergrund der stark strapazierte Kaffeeautomat)
"schöner" Flur :-)
dafür aber wirklich super Zimmer!
Ok, beim Bad geht noch was... :-)
Die Gästezimmer im Wohnheim waren aber echt top! Wir hatten zwei Dreibettzimmer und natürlich quartierten Riczi und ich uns zu zweit im einen Zimmer ein, während Dennis, Peter und Marco (Gruppenbild folgt ;-)) im anderen schliefen.

Nach dem Bezahlen der Rechnung (deren Erstellung etwa 15 Minuten in Anspruch genommen hat - das war wohl ganz schön kompliziert) starteten wir unseren Stadtrundgang. Erklärtes Ziel: möglichst viele Sehenswürdigkeiten und möglichst schnell was essen! *ggg*
Wie sich herausstellte, erreichten wir das zweite Ziel erst mit großer Verzögerung, sodass aus unserem geplanten Mittagessen eher ein Abendessen wurde und wir schon ziemlich durchgefroren im schönen ungarischen Restaurant Gulyás Csárda ankamen. In der Zwischenzeit aber konnten wir uns das Tisza-Ufer ansehen (immerhin der längste und zweitgrößte Fluss Ungarns), vor einem winterbedingt stillgelegten Brunnen ein Gruppenbild machen und aus einer heißen Heilwasserquelle einen Schluck ekliges (aber gesundes) Wasser trinken. Allem in allem sind dabei meine Erwartungen an das immer so hoch gelobte, schöne Szeged nicht erfüllt worden - ich vermute aber auch, dass das hauptsächlich am Frieren lag oder daran, dass im Winter (ohne Schnee und tagsüber) jede Stadt einfach ein bisschen grau wirkt...
Vor allem aber der Szegeder Dom war von außen wie innen extrem beeindruckend (und außerdem war davor auch ein kleiner Weihnachtsmarkt aufgebaut ;-))

Szegedi dóm kívülről
Szegedi dóm belülről
v.l.n.r.: Dennis, Peter, Gabi, Marcus, Marco
(und links der Brunnen aka "das Schwimmbad")
die heiße Quelle und die Jungs
Lecker Gulaschsuppentopf!

Das Essen in der Csárda war wirklich (= tényleg, sehr wichtige Vokabel - das ist hier die häufigste Antwort auf irgendeinen Aussagesatz meinerseits: "Tényleeeeeeeg?") sehr lecker und wir konnten uns danach gestärkt auf zum Wohnheim machen, um uns dort für den Abend vorzubereiten.

Nachdem wir geduscht und uns etwas ausgeruht hatten, kamen auch schon "unsere Mädels", um uns abzuholen. Wir hatten vor an diesem Abend ins "sing sing" zu gehen, die Disco mit der wahrscheinlich geilsten Fundsachen-Seite, die ich jemals gesehen habe (wahrscheinlich auch der einzigen ^^) - das ist echt mal ne sehr coole Idee!

Erst als wir alle vollständig waren, eröffnete uns Zsuzsi, dass sie uns noch alle zu sich in die Wohnung einlädt, um ein bisschen vorzuglühen. Das fanden wir natürlich alle großartig und noch mehr, als sie uns den selbstgemachten Pálinka ihres Freundes anbot, der wirklich sehr gut geschmeckt hat. (Irgendwie war uns dann später auf dem Weg zum sing sing auch gar nicht mehr kalt... ^^)
Außerdem haben uns Zsuzsa, Mary und Gabi noch mit richtig leckeren Toasts versorgt - az isteni finom volt, köszönjük szépen!

Unsere fast vollständige Gruppe (neu dabei: Zsuzsanna),
fehlt nur noch...
...Mary (ganz rechts) auf der Homeparty bei Zsuzsi
die Tanzfläche noch leer
wir dafür voll (gut drauf ^^)
Waren wir aus Versehen auf einer Anime-Party???

Als wir alles aufgegessen und den Pálinka leergetrunken (ok, zumindest alles aufgegessen ^^) hatten, flitzten wir zum sing sing und ließen uns neben der Bar nieder - das heißt alle, außer ich. Natürlich stürmte ich die Tanzfläche, sobald der DJ angefangen hatte, gute Musik aufzulegen :-)
Dabei muss ich dann wohl so einsam ausgesehen haben, dass zwei rosahaarige Fotodamen mir anboten ein Bild zu machen - "Ok, aber schnell, ich will weitertanzen" :-P

Die Nacht war jedenfalls cool und der größere Teil von uns machte sich dann gegen 3:30 auf, noch etwas essbares zu suchen und sah dabei Szeged von seiner richtig schönen Seite. Nachts, weihnachtlich beleuchtet mit Tannenbaum und Straßenschmuck - wirklich romantisch!

schöne Straßenbeleuchtung
Gruppenfoto (abzüglich der Abtrünnigen,
die sich noch im sing sing befanden: Richi und Dennis)

Den nächsten Tag verbrachten wir dann teils auf dem kleinen Weihnachtsmarkt (frisch am Schokobrunnen gemachte Schokofrüchte und Glühwein) teils im Árkád, dem Westend-Center Szegeds. Das war auch wirklich sehr schön geschmückt, nur war es tényleg eine Herausforderung, mit Mary dort durch zu laufen. Sie hatte wohl eindeutig schon einige Wochen Shopping-Defizit, sodass wir echt in JEDEN Laden mussten. Wir haben dann Mary einfach mal im Schuhparadies abgegeben und sind in den Media-Markt gegangen - seitdem habe ich auch endlich eine schnurgebundene Maus! :-)

Árkád
Soweit von mir und Szeged, oh, ich glaube ich kriege gerade noch einen wichtigen Anruf:

das "rote" Telefon in unserem Wohnheim :D

Gute Nacht!


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