Als ich meinen Post am ersten Montag verfasst habe, wusste ich noch nicht, was die Woche über auf mich zukommt…
Und ich dachte, in Kecskemét hätte ich viel gefeiert... Jeden Abend traf sich der Großteil von uns (wie ich später herausfand ca. ein Drittel von uns :-)) im Galéria Kávézó (Galerie Café) zu Wein, Pálinka und Gesang. Danach ging es für die ganz Harten weiter ins kikötő (Hafen), wobei häufig auch schon die Party im Galéria bis 2:00 ging – die hatten ziemlich flexible Öffnungszeiten („bis keiner mehr was trinkt“). Ich glaub vor um 3:00 war ich deshalb die ganze Woche nicht im Bett – aber es war wirklich genial. Abends zusammen zu sitzen mit Belgierinnen, Österreichern, Koreanern, Tschechinnen und natürlich den ungarischen Studenten (für die die Teilnahme an den Partys kötelező (obligatorisch) war – mein Traumjob! :D) und sich auf Ungarisch (nur selten auch Französisch, Englisch und Deutsch) zu unterhalten, gemeinsam zu lachen und sich kennen zu lernen. Außerdem kann ich inzwischen auf unzähligen Sprachen „Prost“ sagen. Für die Nachwelt versuche ich mal, die Worte festzuhalten:
Koreanisch:
– Gombe!
Japanisch:
– Kampai!
Türkisch:
– Şerefe! sprich: [scherefe]
Slowakisch/Tschechisch/Russisch/Bulgarisch…:
– Na zdravie/Na zdraví/Na zdorovʹye/Nazdrave! :P
Ungarisch:
– Kedves egészségeskedésünkre! (da ist schnell klar: bist du noch nüchtern? :-))
Französisch:
– Santé!
Estnisch:
– Terviseks!
Deutsch:
– Zum Wohl!
So, jetzt aber genug des Sprachunterrichts, hier ein paar Eindrücke der Abende im Galéria. Bunt gemischt von allen Abenden.
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| Unsere Stammkneipe :-) |
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| Die Tanzfläche - natürlich draußen |
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| Beim grandiosen Karaoke-Abend... |
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| ...und der Blick in die andere Richtung - so groß war der Innenraum |
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| Typisches Gruppenbild :-) (v.l.n.r.) Eszter (unsere Hauptlehrerin), Peter (Kommilitone aus Deutschland), Magali (Kommilitonin aus Belgien), ich, Éva (eine weitere Lehrerin) |
| Beim folklór est (Folkloreabend)... |
| ...in Woche 1 mit Frauentanz (in Woche 2 gabs dafür nen Männertanz :-)) |
Ein besonderes Party-Highlight gab es am Mittwoch. Die “studentischen Helfer” hatten an unserem freien Abend organisiert, dass wir gemeinsam in einen Club im Herzen Debrecens gehen. (Und zwar im wahrsten Sinne des Wortes „gehen“ :-)).
Also machten wir uns gegen halb eins – natürlich nach einem gemütlichen Start im Galéria – auf den Weg.
Erstes Ziel: Ibolya
Nach ca. 30min Fußweg erreichten wir die kleine kocsma (Studentenkneipe) namens Ibolya (wörtlich Veilchen, aber auch ein weiblicher Name). Das Ibolya ist bekannt für seine niedrigen Preise und insbesondere den jutka wodka (Jutka ist ein Name), der natürlich auch eine spezielle Trinkzeremonie hat. Wenn ich die allerdings noch wüsste... ^^
Also machten wir ungefähr 15min dort Rast, bis jeder die kulinarische Besonderheit probiert hatte und zogen dann weiter.
Zweites Ziel: Deep Club
Nach weiteren 10min Laufen erreichten wir dann unser Endziel für diesen Abend: das Deep. Interessanterweise hatten wir unterwegs einen ziemlichen Schwund erlitten. Vom Campus aus sind meiner Erinnerung nach etwa 25 Leute losgezogen. Im Ibolya kamen davon etwa 20 an. Im Deep waren wir dann nur noch zu zehnt. Die Schäfchenzählung am nächsten Morgen ergab aber, dass wir keine Verluste zu vermelden hatten. :P
Das Deep war der typische Ungarische Club: Ca. zwei Stunden lang kam sehr gut tanzbare elektronische Musik, danach wiederholte der DJ regelmäßig seine Playlist. Es gab viele gutaussehende Frauen – die hübschesten hatten wir natürlich selbst mitgebracht ;-) – aber auch mindestens genau so viele bunkó (Idoten mit vielen Muskeln) oder auch két ajtós szekrény (zweitüriger Schrank). Wenn man ausgelassen tanzte (was ich tat), hatte man spätestens nach ner halben Stunde ein paar Nachahmer oder Zuschauer gefunden, die sich darüber lustig machten, dass jemand offensichtlich wegen der Musik da ist und nicht, um rumzustehen und mit dem Kopf zu nicken. :-)
Auch ein Grund, weshalb ich in Budapest gerne ins Instant gehe – dort gibt es diese Typen (fast) nicht. Hier natürlich auch ein paar schöne Bilder dieses Abends:
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| typisches Clubbild... |
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| ...und wir waren auch da (v.l.n.r.: Kata, Alex, keine Ahnung, Vica, Chris, Sascha, ich) |
| Hey DJ! :-) |
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| Und das obligatorische Bild auf dem Heimweg ;-) |
Am Donnerstagabend stand dann die große Quiznacht an. In Fünferteams wurde unser Wissen über ungarische Sportler, Kulturbesonderheiten, Kochgewohnheiten und unsere Betreuer geprüft. Trotz solch unlösbarer Aufgaben wie: „Ordnen Sie folgende ungarische Olympiasieger ihrer Sportart zu.“ Errang unser Team unter der Leitung von Dóri den dritten Platz – yeah!
Und die gewonnene Flasche tokaji aszú hat den Abend natürlich nicht überlebt ;-)
Danke noch mal an alle meine Mitstreiter!!!
Außerdem gab es diese Woche noch ein weiteres großes Highlight: Den paprikás krumpli főzőverseny (Paprikakartoffelnkochwettbewerb). Endlich konnten wir unser ganzes während dem magyar konyha (ungarische Küche) Unterricht gewonnenes Wissen in der Praxis einsetzen. Ok, zugegebenermaßen half uns das Wissen über die Zubereitung von gyümölcsleves (Obstsuppe), csúsztott palacsinta (verrutschte Eierkuchen), halászlé (Fischsuppe) und túrógombóc (Quarkknödel) nicht wirklich weiter, aber natürlich hatte uns die großartige Koch-néni (wörtlich Tante, wird aber lieb gemeint für ältere Frauen im Allgemeinen verwendet) auch auf paprikás krumpli vorbereitet und uns (auf Ungarisch!) erklärt, wie wir den Speck ausbraten und dann die Zwiebeln darin üvegesre megdinsztelni (glasig dünsten) müssen. Die Ungarischkochstunde war wirklich jeden Tag wieder genial. Schade, dass sie in der zweiten (respektive vierten) Woche nicht mehr stattfand.
| Unsere Kochlehrerin! |
Aber zurück zum Kochwettbewerb. Bereits Anfang der Woche hatte ich unser Team zusammengesucht. Es bestand aus Christelle, Elisabeth, Rocio, Luky und mir sowie ein paar uns am Wettbewerbstag zugelaufenen gruppenlosen Mädels, die uns aber tatkräftig unterstützten. Und natürlich unserer Geheimwaffe Tünde! Sie war vom Lehrerteam zu uns übergelaufen und unterstützte uns mit original ungarischen Ratschlägen. Köszönjük szépen, Tünde! :D
Unseren einmaligen Namen hatte sich Rocio ausgedacht: We’re sexy and we know it. :-D
Und natürlich kam es auch hier dazu, dass unser Name genannt wurde – wir erkochten uns trotz starker Konkurrenz der sechs anderen Teams den dritten Platz! Yeaah, wieder eine Flasche Tokajer und diesmal auch noch eine Schachtel Katzenzungen (hat auch nicht länger durchgehalten) sowie Kühlschrankmagnete – die haben wir alle noch ;-)
Aber hier zu den grandiosen Fotos des Kochwettbewerbs. (P.S.: Vielleicht haben wir auch nur den dritten Platz belegt, weil wir als einziges Team professionelle Kochmützen hatten ;-))
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| Chefkoch@work - da hatte ich auch meine Mütze noch :-) |
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| Mmmhhhh, sieht das gut aus! |
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| Jetzt noch möglichst fair aufteilen... |
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| ...und im Kochlöffelumdrehen den dritten Platz abräumen! |
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| Gruppenbild (mit Zuwachs ^^) (v.l.n.r.: Felipe, Christelle, Natsuko?, Tiffany, Elisabeth, Rocio, Tünde, Luky und ich) |
Am Abend nach dem Kochwettbewerb kam dann ein richtiger DJ samt PA ins Galéria und heizte uns ordentlich ein – wir feierten ungelogen bis um 4:00 und tanzten was das Zeug hält. Die meistgespielten Songs der ganzen zwei Wochen und die, zu denen wir am meisten abgegangen sind, dürften wohl die folgenden sein:
Ein richtiger Ohrwurm - und erst die SWR3-Musikredaktion konnte mir den Namen verraten :-D
(Mal als lustige Version, da das Lied ja eh schon jeder kennt :-))
Ja, es lief oft...
Wieder so ein Ohrwurm... :P
Der DJ wusste auf jeden Fall, wie er die Stimmung oben hielt und uns in immer größeren Zahlen auf die Tanzfläche lockte :-)
Dann war die Arbeitswoche auch schon vorbei und weiter gings mit dem Wochenende ;-)













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